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Artikel

Zu viel Arbeit macht krank - zu wenig aber auch!

(29.09.2010)

 

"Woche der seelischen Gesundheit" - Zu viel Arbiet macht krank - zu wenig aber auch!

Rund um den Welttag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober findet auch in diesem Jahr eine bundesweite Woche der Seelischen Gesundheit statt (04. – 10.10.2010).

Der Welttag der Seelischen Gesundheit wurde 1992 von der World Federation für Mental Health mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen, um auf die Belange von Menschen mit psychischen Erkrankungen aufmerksam machen.

Der Gemeindepsychiatrische Verbund (GPV), ein Zusammenschluss der im Bereich der psychiatrischen Versorgung und Suchthilfe tätigen Träger im Kreis Mettmann, greift im Rahmen dieser Woche ein brandaktuelles Thema auf:

„Zu viel Arbeit macht krank…

Nach dem Gesundheitsreport der Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) 2009 zeigt sich, dass der Anteil der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen bei den Arbeitnehmern im Jahr 2008 erneut zugenommen hat und mittlerweile bei 10,6 % liegt. Insbesondere bei der Gruppe der 20-29-jährigen Arbeitnehmer ist der Anteil der psychischen Erkrankungen in den vergangenen 12 Jahren überproportional gestiegen. So hat sich die Anzahl der psychischen Erkrankungen in den letzten 12 Jahren mehr als verdoppelt.

…zu wenig aber auch!“

Arbeitslosigkeit und Gesundheit stehen im wechselseitigen Zusammenhang. Gesundheitliche Einschränkungen von Arbeitslosen zählen zu den wichtigsten Hemmfaktoren für die Wiedereingliederung am Arbeitsmarkt. Für Arbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen bestehen in Konsequenz deutlich geringere Wiedereingliederungschancen auf dem Arbeitsmarkt. Arbeitslose weisen im Vergleich zu Beschäftigten einen schlechteren Gesundheitszustand auf (BKK-Bundesverband).

Gesundheitsberichte diverser Krankenkassen bestätigen eine deutlich höhere Belastung von Arbeitslosen durch psychische und Verhaltensstörungen u.a. bei Krankschreibungen, Krankenhausbehandlungen sowie Arzneimittelverordnungen. Gemäß den Angaben der BKK weisen sie etwa doppelt so hohe Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen auf wie die berufstätigen Versicherten. Die Techniker-Krankenkasse dokumentiert für Arbeitslose sogar etwa 3,5- mal so viele Arbeitsunfähigkeits-Tage wie für Berufstätige.

Zudem werden Arbeitslose von den herkömmlichen Angeboten zur Prävention und Gesundheitsförderung kaum erreicht. Arbeitslose weisen im Vergleich zu Beschäftigten einen deutlich schlechteren Gesundheitszustand, ein ungünstigeres Gesundheitsverhalten und einen erhöhten Suchtmittelkonsum auf.

 

Um über die Thematik zu informieren, präsentiert sich der GPV anlässlich der Woche der seelischen Gesundheit mit seinen Mitgliedern und Hilfsangeboten in der Öffentlichkeit:

-06.10.2010: Informationsveranstaltung auf dem Wochenmarkt (Jubiläumsplatz) in Mettmann, 9.00 – 13.00 Uhr

-07.10.2010: Informationsveranstaltung in der Fußgängerzone (an der Hauptsparkasse, Friedrich Straße 181) in Velbert, 11.00 – 16.00 Uhr            

 


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