Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer Mettmann e.V.
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Artikel

Häusliche Gewalt nimmt deutlich zu

(28.01.2010)

Pressemitteilung 

Häusliche Gewalt nimmt deutlich zu 

SKFM Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt hilft den Opfern 

Bei der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt des SKFM Mettmann e.V. haben die Meldungen über Gewalt gegen Frauen in der Familie im Kreis Mettmann im letzen Jahr um 24 % zugenommen. Mit 308 Fällen im Jahr 2009 wurden der Interventionsstelle 60 Fälle mehr als im Vorjahr bekannt. Die Opfer häuslicher Gewalt   haben Straftaten wie Körperverletzung (277) bis hin zur gefährlichen Körperverletzung (19), Bedrohung (20), Nötigung (9), Vergewaltigung (8), Freiheitsberaubung (1) und Stalking (7) durch ihren Partner erlitten. Manche Frauen waren gleich mehreren Straftaten ausgesetzt. In den Familien waren 349 Kinder mit betroffen, 90% der Kinder waren Minderjährig.

In fast allen Fällen ging die Gewalt vom Partner oder Expartner aus, in 13 Fällen von anderen männlichen Haushaltsangehörigen. 

Der Opferschutz der Kreispolizeibehörde Mettmann weist auf weitere schwere Fälle im Kreis Mettmann hin. Im Jahre 2009 kam es im März in Wülfrath, im Mai in Ratingen und Langenfeld sowie im November erneut in Wülfrath zu insgesamt drei Toten und fünf Schwerverletzten. Bei dem Fall in Ratingen war der Schusswaffengebrauch durch die Polizei notwendig, um eine  junge Frau aus der Gewalt des Täters zu retten. Zwei der Täter töteten sich nach der Tat selbst. In Ratingen wurde außerdem der Bruder einer Frau getötet, als er sie vor der Gewalt durch ihren Partner schützen wollte. 

Permanente Kontrolle, Kontaktverbote zu Familienangehörigen, sexuelle Nötigung, der Entzug oder die extreme Kontrolle von finanziellen Mitteln, körperliche Übergriffe durch den Partner sind für viele Frauen alltägliche Ereignisse.

Die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt berät Frauen die derart bedroht oder betroffen sind. Im Beratungsgespräch werden Möglichkeiten zur Veränderung der schwierigen Lebenssituation aufgezeigt. Wichtige Aspekte wie persönliche Sicherheit, Mittel für den Lebensunterhalt, mögliche Rechtswege werden individuell beraten. Die notwendigen Schritte z.B. zum Gericht oder zur ARGE können unterstützt und begleitet werden.  Eine realistische Einschätzung der Situation hilft der Frau, durch umsichtiges Handeln das Risiko weiterer Eskalationen zu reduzieren und einen Weg aus ihrer erniedrigenden, gefährlichen Lage zu finden. 

Keine Frau muss Gewalt in ihre Familie ertragen. Die Beratung der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt ist kostenfrei und unverbindlich. Beratungstermine können telefonisch vereinbart werden.  

Beratung und Hilfe bei häuslicher Gewalt:

SKFM Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt

Telefon:           02104 1419 - 221

Fax:                 02104 1419 - 222

mail:                interventionsstelle@skfm-mettmann.de

Information : www.skfm-mettmann.de

Polizei :           110

Frauenhaus:   02104 922220

 


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